Wenn Nylons von der Wäscheleine verschwinden

Ich wohne mit noch fünf weiteren Mietparteien in einem Altbau in Wien. Wie in Mietshäusern üblich, haben wir eine zentrale Waschküche im Keller. An jedem Sonntag teile ich mir mit Frau Ahlers aus dem zweiten Stock die Waschküche. Während ich meine ganz normale Wäsche ganz gewöhnlich in meine Waschmaschine stecke, wasche ich meine Halterlosen, Strumpfhosen und Nylons mit der Hand und hänge sie danach zusammen mit der anderen Wäsche auf die Leine. Frau Ahlers ist den Anblick schon gewohnt. Sie trägt selbst Nylonstrümpfe – mit Mieder. Seit einigen Monaten kommt es immer wieder mal vor, dass Strümpfe von mir von der Leine verschwinden. Mal nur einzelne Strümpfe, mal ganze Paare. Einfach so. Die Strümpfe sind dann wie vom Erdboden verschluckt und tauchen – wenn überhaupt – erst einige Wochen später wieder auf. Frisch gewaschen. Auf der Wäscheleine.

Wer klaut die Nylons von der Wäscheleine?

Ich hatte schon Frau Ahlers in Verdacht, allerdings verwarf ich diesen Gedanken schnell wieder, immerhin ist die Frau 62 und hat gefühlte 40 kg mehr auf den Hüften als ich. Die kommt nun wirklich nicht in meine Nylons rein. Ich zweifelte auch schon an meinem Verstand. Ich entschied mich dazu der Sache auf den Grund zu gehen und installierte im Keller eine kabellose IP-Kamera, die ich mir günstig aus dem Netz bestellt habe. Ich weiß, erlaubt ist das nicht. Aber ich wollte unbedingt wissen, was mit meinen Nylons passiert. Werden die etwa von irgendwelchen Aliens mit Nylon-Fetisch entführt? Oder steckt die Nachbarskatze dahinter? Nein, es war ganz anders.

Wie üblich hing ich am Sonntag meine Wäsche auf die Leine. Mit dabei zwei Paar schwarze Nahtstrümpfe, ein Paar hautfarbene Halterlose und eine Strumpfhose. Die Kamera zeichnete das Bild aus dem Keller via WLAN auf meinem Laptop auf. Als ich am späten Abend nachschaute, war noch alles in Ordnung. Erst am Montag nach der Arbeit hatte sich etwas getan. Ich klickte mich durch die Aufzeichnung und konnte meinen Augen nicht glauben. Der Zeitungsjunge, ein vielleicht 20 jähriger Bursche, schlich sich in der Früh um 7 Uhr in die Waschküche und stibitze ein Paar schwarze Nylons von der Leine. Sekunden später war er wieder aus dem Bild verschwunden. Was sollte ich jetzt tun? Ihn direkt zur Rede stellen? Nein, das wollte ich nicht. Mich hat vielmehr interessiert, was er mit meinen Nylons anstellt.

Der Zeitungsbursche und meine Nylons

An den folgenden Tagen stand ich früher auf um gegen 7 Uhr auf die Cam sehen zu können. Wann würde sich der nylongeile Zeitungsjunge wieder blicken lassen? Am nächsten Sonntag schlich sich der Bursche tatsächlich wieder in die Waschküche – mit meinen Nylons! Und siehe da: Er nahm sich „Nachschub“ in Form von beigefarbenen Halterlosen mit. Was er aber nicht wusste: Ich hatte die Nylons nicht gewaschen und sie hatten noch meinen Fußduft von einem langen Arbeitstag im Büro. Ich schlich mich sofort das Treppenhaus runter Richtung Keller. Das Fahrrad des Zeitungsburschen stand noch draußen vor der Tür. Er musste also noch im Keller sein. Ich ging ganz leise runter und sah um die Ecke in die Waschküche. Da war er nicht mehr. Dafür brannte im Keller von Herrn Smiljan Licht. Er selbst konnte es nicht sein. Herr Smiljan ist über 80.

Auf leiser Sohle kam ich dem Keller näher. Die Tür war einen Spalt offen. Ich schaute durch und mir blieb fast das Herz stehen! Da stand der Zeitungsjunge, die Hose runtergelassen, eine Hand an seinem ganz beachtlichen Schwanz, über den er meinen Strumpf gezogen hatte! Die andere Hand steckte in dem anderen Strumpf. Er hielt sie sich vor die Nase und schien tiefe Züge von meinem Fußduft zu inhalieren. Mit jedem Mal Luft holen stöhnte er etwas auf. Ich wollte erst die Tür stürmen, entschied mich dann aber, das Treiben weiter zu beobachten. Es dauerte keine zwei Minuten. Er stöhnte immer intensiver und pumpte schließlich eine große Ladung Sperma in meinen Strumpf. Das Gewebe konnte nicht alles auffangen und so tropfte etwas Sperma auf den Boden. Ich entfernte mich zur Sicherheit von der Tür. Ich sah noch, wie er sich das Paar meiner Strümpfe in seinen Rucksack steckte.

Ich versteckte mich in einer Nische und beobachtete, wie er etwas hektisch aus der Tür stürzte und mit seinem Fahrrad verschwand. Eine Woche später waren meine Strümpfe übrigens wieder da. Frisch gewaschen. Jetzt weiß ich auch warum. Eine Woche später hing ich nur ein Paar besonders verschwitzte Nylons auf die Leine und steckte einen Zettel in den Fußteil. Auf dem Zettel stand: „Ich weiß, was du tust. Ich weiß, dass du Nylons liebst und ich kann verstehen, warum du meine Nylonstrümpfe „ausleihst“. Dieses Paar gehört dir. Du musst es nicht zurückbringen. Es ist aber auch das Letzte. Viel Spaß damit! Eine reife Nylon-Lady.“ Er holte sich das Paar tatsächlich. Es kam nie wieder zurück. Er aber auch nicht. Einige Wochen später hatte ein anderer Bursche die Tour übernommen, der anscheinend kein Nylon-Fetisch hat.

  1 Comment

  1. Günter   •  

    Heisse Geschichte, die Sachen sind ja auch wirklich erregend. Ich spritze auch gern in Nylons ab.

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